Ortsverein Karlstadt der

Arbeiterwohlfahrt

AWO Karlstadt tanzt vor ca. 6000 französische Senioren.

Fruchtbares Miteinander statt Generationenkonflikt - war das Resultat einer 6 Tage-Reise der Generationen nach St. Brice. Der dortige Seniorenverband hatte über den Seniorenbeirat die Karlstadter Senioren zu einem Gegenbesuch eingeladen. Die Senioren aus St. Brice waren zur 800 Jahr-Feier mit ca. 30 Personen hier gewesen. 21 gemeldete Personen aus Karlstadt, davon fast die Hälfte von der Arbeiterwohlfahrt waren natürlich für einen Bus zu wenig, die Lösung des Transportproblems kam durch eine Trachtenkapelle aus einem Ortsteil zustande. Eine Abordnung der Trachtenkapelle Heßlar, bestehend aus überwiegend jungen Musikerinnen und Musikern erklärte sich gerne bereit, die Fahrt zu begleiten. Diese Lösung erwies sich als eine überaus gelungene Beziehung, an der auch die Menschen in Frankreich ihre helle Freude hatten.
Beim Regionaltreffen der Senioren nahe Rennes mit über 6000 Menschen  spielte die Trachtenkapelle und die Tanzgruppe Rose der Arbeiterwohlfahrt Karlstadt unter der Leitung von Lydia Honek führte einige Tänze auf.  Zum Abschluss des Auftrittes wurde gemeinsam mit der Trachtenkapelle ein Massenchor gebildet und die französische Friedenshymne erklang über den gesamten Seniorenfestplatz.
Das Fest war ein unglaubliches Erlebnis. Für uns unvorstellbar, wie viele Senioren bestückt mit Campingausrüstung, Spielen und guter Laune diese Treffen besuchen. Die Schlangen an den Verpflegungsständen werden zu munteren Schwätzchen genutzt, man hat Zeit und Geduld, es ist bewundernswert.
Auch in St. Brice, bei mehreren gemeinsamen Veranstaltungen mit den Senioren aus St. Brice und Karlstadt war "unsere" Musik, dabei und ließ die Senioren begeistert das Tanzbein schwingen.
Ein ergreifender Moment war der Besuch der deutschen Kriegsgräberstätte auf dem Mont de Huisnes für die Senioren, sowie für die jugendlichen Musiker. Der Karlstadter AWO-Vorsitzende, Herr Urmann fand mit den Worten um das Zitat aus Wilhelm Tell von Friedrich von Schiller: "Ein furchtbar wütend Schrecknis ist der Krieg, die Herde schlägt er und den Hirten" auch für die mit anwesenden französischen Senioren die richtigen Worte. Die Trachtenkapelle gedachte den Toten mit den Klängen einiger Choräle und der französischen Friedenshymne.
Die Gastfreundschaft in der Partnerstadt war wieder überwältigend, die Partnerschaft ist vielen ein wichtiges Anliegen, manche Senioren sind schon seit Jahrzehnten engagiert. Die Betreuung durch das Partnerschaftskomitee, war umfassend und gekonnt. Mit Geduld gingen die beiden Damen auf die unterschiedlichen Anliegen ein und gaben durch ihre Übersetzungskünste, allen eine Stimme, die nicht fremdsprachengewandt waren. Die Harmonie der beiden Gruppen war trotz des gravierenden Altersunterschiedes bestens, ein Vorbild für den Generationenvertrag!